Avatar-Auto und Roll Bot: Das sind die Highlights der CES 2020

von Stefan Hofer

Vor wenigen Tagen hat das Spielerparadies Las Vegas den Besuchern nicht nur eine bunt, schillernde Welt aus Live-Shows, Spielcasinos und pompösen Hotels geboten. Vom sündhaften Schlafzimmer-Spielzeug bis hin zum Multimedia-Fahrzeug: Bei der Consumer Electronics Show, kurz CES 2020, haben die Branchenführer ihre neuesten Innovationen präsentiert.  Wir haben 5 Überraschungen herausgepickt, die so nicht unbedingt jeder erwartet hätte.

1. Von wegen PS5: Sony wird auf Ces 2020 zum Autobauer

Sony und die PS5, das wird eines der Themen auf der CES 2020 sein. Da waren sich viele Besucher im Vorfeld der Technikmesse in Las Vegas sicher. Schließlich hat der Konzern im Vorfeld vielversprechend angekündigt, etwas zur neuen Gaming-Konsole preisgeben zu wollen. Doch so wirklich höher schlugen die Gamerherzen an diesem Tag nicht. Enthüllt worden ist die neue Konsole nämlich nicht. Lediglich das dazugehörige Logo, das eine gewisse Ähnlichkeit zum Vorgängermodell aufweist, wurde präsentiert. Überrascht hat der Technik-Gigant aus Japan allerdings auf völlig anderem Terrain.

An der Seite von Geschäftsführer Kenichiro Yoshida stand ein vierrädriger Sportbolide, der Sony Vision-S. Das silberne Elektro-Fahrzeug bringt bis zu 240 Kilometer pro Stunde auf den Tacho und soll nur rund 4,8 Sekunden benötigen, bis die Nadel die 100er-Marke knackt. Und wenn Sony schon unter die Autobauer geht, dann darf die Multimediatechnik nicht zu kurz kommen: Sensoren, teils mit 3-D-Bildern, behalten sowohl das Fahrzeuginnere als auch die Umgebung im Blick.

Ein hochwertiges Display erstreckt sich beinahe über den gesamten Bereich des Armaturenbretts. Und auch auf der Rückbank können sich die Mitfahrer mit eigenen Bildschirmen samt individuell angepassten Lautsprechern, unterhalten lassen. KI- und Cloud-Technologie runden das Gesamtpaket, das unter der Mithilfe von Bosch oder Nvidia konstruiert worden ist, ab. Ob Sony damit auf der Überholspur fährt, bleibt allerdings abzuwarten. Zum Preis und Verkaufsstart wurden keine Auskünfte getätigt.

2. Mercedes entwickelt Auto mit AVATAR-Filmen

Was hat der AVATAR-Schöpfer und Star-Regisseur James Cameron mit Mercedes-Benz zu tun? Die Macher der Animationsfilmreihe und der deutsche Automobilhersteller bringen auf der CES 2020 mit dem Konzeptfahrzeug VISION AVTR gemeinsam „Mensch, Maschine und Natur auf eine bislang nie dagewesene Weise“ zusammen, wie der Automobilkonzern auf seiner Website schreibt. Ole Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Mercedes-Benz AG, beschreibt das Gemeinschaftsprojekt so: „Mercedes-Benz war schon immer eine Technologie- und Luxusmarke. Mehr denn je geht es jetzt darum, Luxus und Nachhaltigkeit noch näher zusammenzubringen. Denn für Mercedes stehen die beiden in keinem Widerspruch.“

Mercedes setzt bei seinem zugegeben sehr futuristisch konzipierten Showcar auf eine organische Batterietechnologie aus recycelbaren Materialien. Diese sind kompostierbar, wodurch die Elektromobilität unabhängig von fossilen Ressourcen sei, schreibt das Unternehmen. Mit dem Fahrzeug will der Automobilkonzern seine Vorstellung von der zukünftigen Mobilität – im Einklang von Mensch mit der Natur und Technik – aufzeigen. Der VISION AVTR vereint die Design-Disziplinen Interieur (Inneneinrichtung), Exterieur (äußere Gestaltung) und UX (Nutzererlebnis). Die Formensprache des Designs ist von Einflüssen der Natur inspiriert.

Mercedes VISION AVTR: Fortbewegung auch seitwärts

Am Fahrzeugrücken befinden sich bewegliche Klappen, die „bionic flaps“. Diese können mit der Umwelt interagieren. Das geschieht durch digitale Neuronen, die aus dem Interieur in die Außenhaut des Fahrzeugs fließen. Im Innenraum können die Insassen des VISION AVTR über eine Menüauswahl, die auf die Handfläche projiziert wird, zwischen verschiedenen Funktionen entscheiden. Der Fahrer kann auf diese Weise sogar in die aus den AVATAR-Filmen bekannte Welt Pandora eintauchen. Die Steuerung erfolgt durch ein Bedienelement, das durch das Auflegen der Hand gesteuert werden kann. Auch ein autonomes Fortbewegen ist möglich. Das Auto bewegt sich durch seinen Antrieb und der Achsenanordung nach vorne und hinten sowie diagonal. Man spricht hier vom „Krebsgang“, der eine seitwärtige Fortbewegung um etwa 30 Grad ermöglicht.

3. ces 2020: Sex-Toy imitiert Finger und Zunge

Der Massage-Apparat Osé von Lora DiCarlo war wohl einer der Höhepunkte der CES 2020 – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn das Sex-Spielzeug wurde, nachdem es im Vorjahr noch wegen seiner Obszönität von der Messe ausgeschlossen worden ist, dieses Jahr präsentiert. Das Toy für das heimische Schlafzimmer funktioniert mit Robotertechnik und imitiert die Bewegungen von Finger, Zunge und Lippen. Dadurch soll Klitoris und G-Punkt der Frau zeitgleich stimuliert werden. Die Geschwindigkeit und Art der Rotation (das Gerät ist biegbar) kann dabei per Knopfdruck geregelt werden. Das Toy soll rund 260 Euro kostet, schreibt die BILD-Zeitung.

4. Ballie von Samsung: Ein kugelrunder Allrounder

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Samsung präsentierte auf der CES 2020 einen kleinen, runden Ball namens „Ballie“. Das KI-gestützte Gerät rollt eigenständig durch die Wohnung und kann noch mehr: Es leistet seinem Eigentümer Gesellschaft oder hilft im Alltag. Im obigen Ankündigungsvideo demonstriert der Elektronik-Gigant, dass „Ballie“ auch als Sicherheitsroboter, Fitnessassistent oder Hilfestellung für Senioren funktioniert. Wie zukunftsfähig die Entwicklung ist, wird sich zeigen. Samsung lässt die Markteinführung des kugelrunden Allrounders nämlich noch offen.

5. Roll Bot & Co.: Tools für die Toilette

 

 
 
 
 
 
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Der amerikanische Konsumgüter-Hersteller Procter and Gamble, u.a. Pampers, Charmin, Swiffer oder Meister Proper, hat sich für das gelegentliche Residieren auf der Toilette ganz besondere Gadgets einfallen lassen. Da wäre zum einen der Roll Bot, ein kleiner Roboter, der in der absoluten Notlage Abhilfe schafft. Wer gerade sein Geschäft im Badezimmer verrichtet und bemerkt, dass das dringend benötigte Toilettenpapier ausgeht, bekommt Unterstützung vom kleinen Roboter. Dieser lässt sich am Smartphone via Bluetooth steuern und liefert eine neue Rolle Toilettenpapier.

Ebenfalls von Charmin wurde die Small-Sense-Technologie entwickelt. Auf einem Display wird dem Menschen angezeigt, ob es im Badezimmer gerade unangenehm riecht und wie lange es dauert, bis die Gefahrenzone wieder ohne Risiken für die eigene Nase betretbar ist. Als drittes Gadget präsentierte das Unternehmen mit V.I. Pee eine VR-Brille, mit der man sich auf der Toilette direkt in ein Konzert-Video hineinversetzt wird. Das macht den Gang auf die Toilette wohl deutlich unterhaltsamer.

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Automobil, technik


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