Mutter in Teilzeit: Konstanze Sterzel spricht über Familie und Beruf

von Stefan Hofer

Konstanze Sterzel arbeitet seit rund vier Jahren bei NEUMÜLLER. Für die Grafikerin nimmt allerdings nicht nur der Beruf eine wichtige Rolle im Leben ein. Auch die Familie. So arbeitet sie seit Beginn der Beschäftigung als Art Director in Teilzeit.

Du bist als Mutter zweier Kinder vor vier Jahren ins Vorstellungsgespräch bei Neumüller. Inwiefern wurde dort bereits das Thema Teilzeit angesprochen?

Ich habe Herrn Neumüller von Anfang an gesagt, dass ich als Mutter nur in Teilzeit arbeiten kann. Für ihn war das gar kein Problem. Er hat selbst Familie und hat dafür vollstes Verständnis. Zudem gab es damals ohnehin mehrere Angestellte, die aufgrund von Familie in Teilzeit gearbeitet haben.

Wie sieht dein Alltag als Mutter in Teilzeit konkret aus? Beschreibe doch mal!

Um 6 Uhr heißt es aufstehen, die Kinder fertig machen und in den Kindergarten und in die Schule bringen. Dann fahre ich in die Arbeit und starte nach 30-minütiger Autofahrt um 9 Uhr. Ich sitze dann bis 15 Uhr im Büro, das jeweils von Montag bis Freitag. Danach geht mein Tag als Mutter weiter.

Wer kümmert sich in dieser Zeit um deine Kinder?

Bei der Kleinen ist die Betreuungszeit im Kindergarten so gelegt, dass ich sie um 16 Uhr abhole. Die Große ist bereits in der Schule und ist schon sehr selbstständig. Allerdings fallen auch hier natürlich terminliche Verpflichtungen an, gerade in der Freizeit.

Kinderbetreuung nur als Mutter in Teilzeit möglich

Das heißt, ohne Teilzeit wäre es gar nicht möglich, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen?

Zum aktuellen Zeitpunkt definitiv nicht. Wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind, möchte ich aber gerne wieder in Vollzeit arbeiten, weil mir mein Job sehr viel Spaß macht. Mein Mann arbeitet aktuell bereits in Vollzeit. Wir haben hier in der Region keine Verwandtschaft, die sich solange um die Kinder kümmern könnte. Deswegen bin ich sehr froh, meine Arbeit mit 30 Stunden in der Woche so gestalten zu können. Als Mutter bin ich für die Teilzeit daher sehr dankbar.

Das heißt Du bist zufrieden mit dem Arbeitsmodell oder siehst Du Optimierungspotenzial?

Ja, ich bin zufrieden. Es klappt eigentlich ganz gut und ich bringe Beruf und Familie gut unter einen Hut. Mir persönlich würde es gefallen, an einem der fünf Tage im Home Office arbeiten zu können. Dann würde ich mir zumindest 1x in der Woche die Fahrtzeit sparen und hätte, bevor die Kinder wieder zu Hause sind, auch kurz Zeit für mich. Ich denke, das ist etwas, das sich in meinem Beruf gut umsetzen lassen würde.

Ehrliche Antwort: Bist du lieber in der Arbeit oder bei den Kindern?

Die Arbeit ist für mich der perfekte Ausgleich zum Familienleben. Man kommt mit anderen Personen in Kontakt, kann sich austauschen und im Büro ist es einfach sehr schön. Zudem motiviert die Arbeit zusätzlich, da man hier direkte Erfolgserlebnisse hat. Ich möchte beides nicht missen, die Mischung ist perfekt.

Aktuell sind die Kinder aufgrund der Corona-Beschränkungen zuhause? Wie sieht dein Arbeitsalltag derzeit aus?

Ich muss in erster Linie sagen, dass es mir sehr imponiert hat, wie vorausschauend in unserem Unternehmen gedacht worden ist. Schnell stand für die Mitarbeiter eine Möglichkeit zum Home Office oder der Kurzarbeit bereit. Dabei wurde auch an mich als Risikogruppe gedacht. Ich arbeite derzeit in Kurzarbeit, 15 Stunden pro Woche. Dass ich diese Möglichkeit habe, dafür bin ich sehr dankbar. Zeitgleich kann ich so aber auch meine Kinder optimal betreuen.

Sie sind auch ein Elternteil und suchen nach einer geeigneten Stelle mit flexiblen Arbeitszeiten. Bewerben Sie sich gerne initiativ bei uns oder bei einem unserer Jobangebote.

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